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Sachsen Klepsch würdigt Kreuzkantor zu festlicher Verabschiedung

Kreuzkantor Roderich Kreile (M) bei einem Konzert.

(Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/d)

Dresden (dpa/sn) - In einer Vesper in der Kreuzkirche verabschiedet die Stadt Dresden am Samstagnachmittag den 28. Kreuzkantor Roderich Kreile offiziell in den Ruhestand. Der 65-Jährige habe den Dresdner Kreuzchor über ein Vierteljahrhundert "auf höchstem Niveau geleitet und das Feuer eines der ältesten Knabenchöre Deutschlands in die Zukunft getragen", würdigte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) das Engagement des gebürtigen Münchners und ersten Nichtsachsen in diesem Amt der Chorgeschichte.

"Der Dirigent eines Knabenchores ist nicht nur Künstler, er ist auch Wegbegleiter während wichtiger Jahre für die jungen Menschen, die ihm künstlerisch und pädagogisch anvertraut sind", sagte Klepsch. Kreile und die Sängerknaben hätten das Kulturland Sachsen im In- und Ausland vertreten, "wofür ich herzlich danke".

Der 1216 gegründete Kreuzchor ist einer der ältesten Knabenchöre Deutschlands. Er zählt zur ersten Liga dieser Ensembles - und ist eine städtische Institution. Ihm gehören bis zu 140 Jungen zwischen 9 und 19 Jahren an. Die Kruzianer gestalten in erster Linie Vespern, Gottesdienste und musikalisches Leben in der Kreuzkirche, das Repertoire reicht vom Frühbarock bis zu Uraufführungen zeitgenössischer Musik. Dazu kommen Auftritte und Tourneen ins In- und Ausland sowie Tonaufnahmen.

Kreile geht noch einmal auf Sommertournee mit den Kruzianern durch Deutschland, ehe er die Position Ende Juli abgibt. Sein Nachfolger wird der künstlerische Leiter des Windsbacher Knabenchores, Martin Lehmann. Der Kirchenmusiker und Pädagoge ist gebürtiger Dresdner - und war als Schüler selbst Kruzianer.

Quelle: dpa

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