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Sachsen Kommunen mit weniger mit Kassenkrediten verschuldet

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Berlin (dpa/sn) - Städte und Gemeinden in Sachsen sind weniger auf kurzfristige Kredite angewiesen. Ende vorigen Jahres hatten die Kommunen sogenannte Kassenkredite in Höhe von 92 Millionen Euro in den Büchern, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Übersicht des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Das ist ein Rückgang von 24 Prozent. Ein Jahr zuvor betrug die Verschuldung noch 121 Millionen Euro.

Sachsen gehört damit bundesweit zu den Ländern mit dem höchsten Rückgang. In Thüringen sank das Volumen der Kassenkredite ähnlich stark - um ein Viertel auf rund 85 Millionen Euro. Sachsen-Anhalt hatte den geringsten Rückgang (knapp 0,5 Prozent weniger).

Im Vergleich zu anderen Bundesländern nutzten die Kommunen Sachsens relativ wenig Kassenkredite. Sie standen rechnerisch mit 23 Euro je Einwohner in der Kreide. In Sachsen-Anhalt waren es 551 und in Thüringen 40.

In Deutschland betrug die Gesamtsumme der Kassenkredite Ende 2018 nach einem Rückgang um 16,7 Prozent rund 35,2 Milliarden Euro. Kassenkredite sind Verbindlichkeiten bei Banken mit eher kurzen Laufzeiten. Sie werden häufig mit Dispo-Krediten verglichen, die Privatkunden auf ihren Girokonten nutzen können.

Mitteilung des Statistischen Bundesamts

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