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Sachsen Kretschmer: Normalität erst wieder ab Mai/Juni 2021

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Dresden (dpa/sn) - Nach Einschätzung von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wird wegen der Corona-Pandemie erst in einem halben Jahr wieder Normalität im Leben einkehren. "Ich glaube, dass wir, sobald der Sommer kommt, wieder eine grundsätzliche Entspannung haben", sagte er am Donnerstag im Gespräch mit dem Sender MDR-Sachsenradio. Dann seien auch viele Menschen geimpft, "so dass wir ab Mai/Juni wieder ein normales Leben führen werden. Bis dahin müssen wir kommen".

Kretschmer zufolge befördert nachlässiges Verhalten die weitere Ausbreitung des Corona-Virus trotz des geltenden Teil-Lockdowns im Freistaat. "Es liegt daran, dass wir zu viele Kontakte haben und zu viel Unachtsamkeit insgesamt", sagte er. "Wir wollen gern wieder Dinge ermöglichen, auch in der Gastronomie." Aber dafür müsse die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche je 100 000 Einwohner wieder deutlich unter 100, am besten unter 50 sinken. "Das ist möglich bis Januar, daran sollten wir alle arbeiten.

Die Hotspots Pflegeeinrichtungen machten nur vielleicht 20 bis 30 Prozent der Entwicklung aus. "Der Rest ist Unachtsamkeit" - die gemütlichen Runden mit einem Bier oder Wein mit Menschen, mit denen man täglich und mit Abstand zu tun habe. "Wir müssen versuchen, das zu unterbinden", mahnte der Regierungschef. Auch er und sein Kabinett waren deshalb kürzlich in Quarantäne.

Für die Kultur sieht Kretschmer einen "Re-Start" erst im Frühjahr. Mit den großen Theatern und der freien Szene habe man sich verständigt, dass sie ab April wieder arbeiten können. "Vorher sehe ich auch keine große Veranstaltung." Ab dem Jahresende könne geimpft werden, die nötigen Zentren dafür seien in den Landkreisen eingerichtet. Er selbst vertraue einem offiziell in Europa oder Deutschland zugelassenen Impfstoff. "Ich werde mich impfen lassen, wenn ich an der Reihe bin."

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