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Sachsen Mutmaßlicher Gewaltverbrecher weiter auf der Flucht

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

(Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild)

Leipzig (dpa/sn) - Ein bei einem Großeinsatz der Polizei in Delitzsch entwischter mutmaßlicher Gewaltverbrecher ist nach wie vor auf der Flucht. Es gebe derzeit keine Hinweise auf den Aufenthaltsort des 25-Jährigen, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Am Donnerstag waren Polizeibeamte aus Leipzig mit Kräften des Spezialeinsatzkommandos in eine Wohnung eingedrungen. Der 25-Jährige, der wegen versuchten Totschlags gesucht wird, konnte jedoch über den Balkon in der 4. Etage fliehen.

Der Mann soll im April in der Leipziger Eisenbahnstraße mehrere Schüsse abgefeuert haben. Dabei war ein 47-Jähriger schwer am Hals verletzt worden. Laut Polizei gilt der Mann jedoch als Zufallsopfer. Genauere Hintergründe zur damaligen Tat wollen die Ermittler aus taktischen Gründen derzeit nicht nennen.

Die umfangreiche Suche nach dem 25-Jährigen war am Donnerstagnachmittag abgebrochen worden. Dabei waren neben zahlreichen Polizisten auch Fährtenhunde und ein Hubschrauber eingesetzt worden. Anschließend startete die Polizei eine öffentliche Fahndung. Darin baten die Ermittler um Mithilfe und warnen davor, dass der Mann möglicherweise bewaffnet und gewaltbereit ist.

Die Eisenbahnstraße gilt als Kriminalitätsschwerpunkt in Leipzig - im November 2018 wurde in dem Gebiet eine Waffenverbotszone eingerichtet. Sie soll die Sicherheit in der Gegend erhöhen. Messer, Reizgas und Schreckschusspistolen dürfen in dem Areal nicht getragen werden und die Polizei darf verdachtsunabhängig kontrollieren.

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