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Sachsen Naturschützer bitten um Rücksicht auf kleine Wildkatzen

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Dresden (dpa/sn) - Naturschützer haben mit Blick auf die kommenden Wochen um besondere Rücksicht auf den Nachwuchs von Wildtieren gebeten. "Viele Jungtiere - auch von gefährdeten Arten wie der Europäischen Wildkatze - sind bereits in den Wäldern unterwegs", teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Montag mit.

"Besonders bei Wildkätzchen besteht eine große Gefahr, dass sie mit Hauskatzen verwechselt und mitgenommen werden", erklärte Almut Gaisbauer, Wildtierexpertin des BUND. Da Wildkatzen nicht nur in abgelegenen Wäldern vorkommen, sondern mancherorts auch recht nah an Städten, werde dringend empfohlen, Katzenjunge in Wäldern nicht aufzulesen.

Ein Mitnehmen bedeute für die Tiere unnötigen Stress und große Risiken: "In Menschenhand drohen den jungen Wildkatzen gefährliche Hauskatzen-Krankheiten, die meist tödlich enden. Bestenfalls steht ihnen ein langer und mühevoller Weg der Wiederauswilderung bevor. Oft gelingt dieser leider nicht", warnte Gaisbauer. Als geschützte Wildtiere dürften sie nicht ohne Not aus dem Wald mitgenommen werden.

Nach Angaben der Naturschützer sollte auf jeden Fall Abstand zu Jungtieren gewahrt bleiben. In der Regel seien Muttertiere gerade auf der Jagd oder würden in der Nähe abwarten: "Wichtig ist außerdem, dass Hunde im Wald angeleint werden. Sie stellen für die Jungtiere eine echte Gefahr dar", betonte Gaisbauer.

© dpa-infocom, dpa:210517-99-635223/2

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