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Sachsen Neue Logistikanlage von VW in Zwickau soll CO2 einsparen

Anlagen im VW-Werk in Zwickau. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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Zwickau (dpa/sn) - Der Autobauer Volkswagen hat in seinem Zwickauer Werk eine neue Logistikanlage in Betrieb genommen, die mehr Transporte von der Straße auf die Schiene verlagern soll. Konkret geht es um die Lieferung, Entladung und Lagerung von Batteriesystemen für Elektroautos. Die Anlage sei der letzte Baustein einer "grünen Logistikkette" von Polen über Braunschweig nach Sachsen, teilte das Unternehmen am Montag zum offiziellen Start mit. So sollen täglich 60 LKW-Transporte durch Züge ersetzt und jährlich rund 11 000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Allein am Standort Zwickau wurden den Angaben nach dafür rund 10 Millionen Euro investiert.

"Hier werden Energiewende und Klimaschutz ganz konkret realisiert", sagte Umweltminister Wolfram Günther (Grüne). VW baue in Zwickau nicht nur Autos, die klimafreundlicher seien, sondern stelle auch die Produktion und Transporte entsprechend um. "Wir brauchen viele solcher Puzzleteile, wir brauchen solche Vorhaben in der gesamten Breite industrieller Fertigung und Logistik." Gerade die Logistik könne viel zum Klimaschutz beitragen.

Den Angaben zufolge werden die Module per Zug beim Lieferanten im polnischen Wrocław (Breslau) abgeholt, in Braunschweig zu Batteriesystemen montiert und dann per Bahn nach Sachsen gebracht. Die Züge fahren laut VW komplett mit Ökostrom. Das Be- und Entladen erfolge an den beiden VW-Standorten vollautomatisch und dauere pro Zug rund fünf Stunden. Aktuell ist von fünf Zügen pro Woche zwischen Braunschweig und Zwickau die Rede, Tendenz steigend.

Volkswagen baut in Zwickau die Elektroautos ID.3 und ID.4. Dabei verspricht VW eine klimaneutrale Produktion, so dass insgesamt keine zusätzlichen Emissionen entstehen. Der umweltfreundliche Transport der Batterien sei ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer emissionsfreien Fabrik, sagte der Geschäftsführer Technik und Logistik bei Volkswagen Sachsen, Reinhard de Vries. Seit 2017 sei der Ausstoß an Kohlendioxid am Standort Zwickau um 60 Prozent gesunken.

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