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Sachsen Neue Prinzessin soll für Plauener Spitze werben

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Zum 10. Mal geht Plauen auf die Suche nach einer Spitzenprinzessin. Die von ihr beworbene Plauener Spitze muss sich aktuell Veränderungen anpassen. Gibt es in Zukunft auch einen Spitzenprinz?

Plauen (dpa/sn) - Mit einem ersten Casting und dreizehn Bewerberinnen startet diesen Freitag die Suche nach der zehnten Spitzenprinzessin in Plauen. Diese sei für vier Jahre die wichtigste Botschafterin für das vogtländische Traditionsprodukt Plauener Spitze, sagte Andreas Reinhardt vom Branchenverband Plauener Spitze und Stickereien der Deutschen Presse-Agentur. "Außerdem vermittelt die Prinzessin unsere Historie als Spitzenstadt und repräsentiert die gesamte Region bei verschiedenen Anlässen", ergänzte Reinhardt, dessen Verband die Suche zusammen mit dem Dachverband Stadtmarketing Plauen organisiert.

In drei Veranstaltungen und einer abschließenden Wahl im Juni 2021 werde nun eine Identifikationsfigur mit positiver Ausstrahlung gesucht, die auch überregional und in TV-Auftritten für den wichtigsten Exportschlager der Stadt werben soll. Bis dahin hat noch Amtsinhaberin Barbara Riss dieses Ehrenamt inne. Die Plauener Spitze selbst sei in der Corona-Pandemie Veränderungen unterworfen. Die Zahl von neun produzierenden Betrieben, die die geschützte Marke im Vogtland herstellen dürfen, sei zwar stabil geblieben.

"Die Situation ist aber sehr unterschiedlich, Licht und Schatten liegen dicht beieinander", erläuterte Reinhardt. Wer auf digitale Vertriebswege und internationale Kunden gesetzt habe, stehe besser da. Betriebe, die einen Hauptteil ihres Umsatzes im Weihnachtsgeschäft und durch örtliche Fachhändler bestreiten, seien durch die Schließungen wiederum in größerer Not. "Die Pandemie hat eine Veränderung im Handel vorgezogen, die später wohl ohnehin eingetreten wäre." Vor allem um 1900 war die Stadt eine Hochburg der Textilindustrie und berühmt geworden durch die Herstellung der Plauener Spitze.

Ob es statt einer Spitzenprinzessin auch einmal einen Spitzenprinz geben könnte, werde zunehmend diskutiert, sagte Reinhardt. "Die gesellschaftlichen Anforderungen ändern sich, zukünftige Wettbewerbe könnten sich womöglich dahin öffnen." Auch für ein männliches Pendant ließen sich prestigeträchtige Kleidung und Accessoires aus Plauener Spitze herstellen.

© dpa-infocom, dpa:210416-99-226174/2

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