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Sachsen Neue Risikogebiete für FSME durch Zeckenstiche in Sachsen

Eine Zecke krabbelt auf dem Arm eines Menschen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/dpa-tmn/Archivbild

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Dresden (dpa/sn) - Die von Zecken übertragene Infektionskrankheit FSME breitet sich in Sachsen weiter aus. Mit dem Stadtgebiet Dresden und dem Landkreis Meißen habe das Robert-Koch-Institut zwei weitere Regionen in Sachsen als Risikogebiete für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) eingestuft, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. 2014 wurde der Vogtlandkreis als Risikogebiet eingestuft, 2018 kamen die Landkreise Bautzen, Zwickau sowie der Erzgebirgskreis hinzu.

Die Vermeidung von Zeckenstichen sei der wirksamste Schutz gegen eine FSME-Infektion, teilte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) mit. Entsprechende Kleidung oder Schutzmittel könnten vor den Spinnentieren schützen. Auch eine Impfung könne helfen. Ab Temperaturen von sieben Grad seien Zecken aktiv.

Das Gesundheitsministerium weist darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, an FSME zu erkranken, in Sachsen verhältnismäßig gering ist. Nach Schätzungen trage in den Risikogebieten nur etwa jede hundertste Zecke das FSME-Virus in sich. Bei zehn Prozent der Zeckenstiche käme es zur Infektion, meist verlaufe diese ohne Symptome. Im Vorjahr wurden in Sachsen 27 Erkrankungen an FSME gemeldet, in zwei Fällen infizierten sich die Patienten im Ausland. 15 Erkrankte hatten Kopfschmerzen und grippeähnliche Symptome. Bei Zwölf Patienten entzündete sich nach Ministeriumsangaben das Gehirn und seine Häute.

Risikogebiete werden auf der Grundlage der gemeldeten FSME-Fälle der Vorjahre im jeweiligen Kreis sowie der angrenzenden Landkreise benannt.

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