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Sachsen Neues Gesetz: Sachsen hofft auf mehr ausländische Fachkräfte

Martin Dulig. Foto: Robert Michael/dpa/Archivbild

(Foto: Robert Michael/dpa/Archivbild)

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hat das ab 1. März geltende Fachkräfteeinwanderungsgesetz begrüßt. "In den kommenden zehn Jahren werden allein in Sachsen etwa 300 000 Erwerbspersonen fehlen, da weniger junge Menschen auf den Arbeitsmarkt kommen als ältere in den verdienten Ruhestand gehen", sagte der SPD-Politiker am Dienstag. Allein durch Azubis, Rückkehrer oder Arbeitslose lasse sich die Lücke nicht schließen. Das Gesetz könne daher helfen, dringend benötigte Fachkräfte zu gewinnen. Dafür allerdings müsse sich Sachsen als freundlicher und weltoffener Standort etablieren. "Wir stehen schließlich in massiver Konkurrenz zu allen Wirtschaftsregionen auf der Welt."

Rund 85 000 Menschen aus dem Ausland haben derzeit in Sachsen einen regulären Job, fast 52 000 kommen aus einem EU-Land. Das Wirtschaftsministerium geht davon aus, dass die Zahl der ausländischen Beschäftigten künftig leicht in die Höhe gehen wird. Arbeitgeber können sich ab 1. März über ein Online-Portal über das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz informieren.

Im vergangenen Sommer hatte der Bundestag das Gesetz beschlossen. Es soll qualifizierten Arbeitnehmern aus Nicht-EU-Staaten den Weg nach Deutschland erleichtern. Frühere Beschränkungen auf Berufe mit großen Personalproblemen gibt es nicht mehr, ebenso wie die Vorrangprüfung, bei der untersucht wurde, ob auch Deutsche oder andere EU-Bürger für eine Stelle infrage kommen. Wer Deutsch kann und ausreichend qualifiziert ist, darf zur Jobsuche für bis zu sechs Monate ins Land.

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