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Sachsen OB-Wahl Chemnitz und Zwickau: Zweiter Wahlgang

Sven Schulze (SPD) bei einer Veranstaltung. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivibld

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Chemnitz/Zwickau (dpa/sn) - Wer steht künftig an der Stadtspitze von Chemnitz und Zwickau? Zum zweiten Wahlgang gehen in Chemnitz sechs von ursprünglich neun Kandidaten ins Rennen. Im ersten Wahlgang holte keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit, also mehr als 50 Prozent der Stimmen. Am 11. Oktober genügt nun die einfache Mehrheit.

Neben Sven Schulze (SPD) tritt Almut Patt (CDU) erneut an. Die beiden Kandidaten hatten sich im ersten Wahlgang ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert, das Schulze mit 23,1 vor 21,4 Prozent knapp für sich entscheiden konnte. Zur Wahl stellen sich außerdem Susanne Schaper (Die Linke/15,1 Prozent), Ulrich Oehme (AfD/12,2) und der parteilose Kandidaten Lars Faßmann, der im ersten Wahlgang knapp zwölf Prozent der Stimmen holen konnte. Martin Kohlmann, Bewerber für die rechtsextreme Vereinigung "Pro Chemnitz" (4,2 Prozent), lässt sich nach eigenen Angaben ebenfalls aufstellen.

Grünen-Kandidat Volkmar Zschocke hatte am Mittwoch erklärt nicht wieder antreten zu wollen. Stattdessen sprach er eine Wahlempfehlung für Schaper aus. Matthias Eberlein für die Freien Wähler teilte am Freitag mit, ebenfalls auf eine zweite Runde zu verzichten. Er sprach sich für Faßmann aus. Paul Thomas Vogel, der für die Satirepartei Die Partei 1,6 Prozent geholt hatte, tritt auch nicht mehr an.

In Zwickau tritt Kathrin Köhler (CDU) als Favoritin an, die den ersten Wahlgang mit 31,5 Prozent klar für sich entscheiden konnte. Spannend könnte es am 11. Oktober dennoch werden, weil sich zwei der ursprünglich fünf Kandidaten nicht mehr aufstellen lassen und für Köhlers Gegenspielerin aussprechen.

Sowohl Ute Brückner (Die Linke) als auch der parteilose Bewerber Michael Jakob empfehlen ihren Wählern, in Runde zwei ein Kreuz bei Constance Arndt (Wählervereinigung "Bürger für Zwickau") zu machen. In der ersten Runde hatten 21,7 Prozent für sie gestimmt. Brückner hatte am 20. September knapp 14 Prozent, Jakob rund 16 Prozent der Wählerstimmen erhalten. AfD-Bewerber Andreas Gerold steht nach 17,0 Prozent im ersten Durchgang ebenfalls erneut zur Wahl.

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