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Sachsen Polizei durchsucht Wohnungen nach Sprengstoffexplosionen

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild)

Dresden (dpa/sn) - Die Polizei hat nach einer Serie von Sprengstoffexplosionen in der Sächsischen Schweiz am Donnerstag elf Objekte in Sachsen und Bayern durchsucht. Ermittelt werde gegen fünf Männer und zwei Frauen, die im Zeitraum vom 24. Juli bis 30. August in 13 Fällen unter Verwendung illegaler polytechnischer Erzeugnisse in Bad Schandau, Sebnitz, Langburkersdorf, Hohnstein und Neustadt verschiedene Objekte gesprengt haben sollen, teilte die Staatsanwaltschaft Dresden mit. Dabei handele es sich unter anderem um Zigarettenautomaten, ein Gewächshaus und Briefkästen. Der Gesamtschaden liege nach derzeitigem Stand bei mindestens 230 000 Euro.

Bei dem Einsatz waren laut Staatsanwaltschaft 67 Beamte der sächsischen und der bayerischen Polizei beteiligt. Acht Wohnungen in der Sächsischen Schweiz, eine Wohnung in Leipzig, ein Objekt in Kamenz und ein Objekt in Mühlhausen/Bayern wurden durchsucht. Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, unter anderem Mobiltelefone, große Mengen Pyrotechnik, eine Schein-Stabhandgranate aus Holz und Speichermedien.

Gegen die Beschuldigten, fünf Männer im Alter von 18 bis 22 Jahren und zwei Frauen im Alter von 17 und 27 Jahren, wurde kein Haftbefehl beantragt. Es lägen derzeit keine Haftgründe nach der Strafprozessordnung vor, so die Staatsanwaltschaft.

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