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Sachsen Prominenter Zuwachs für Dresdner Kunstgewerbemuseum

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Dresden (dpa/sn) - Die Deutschen Werkstätten Hellerau (DWH) haben ihre umfangreiche Möbelsammlung aus historischer Produktion ins Kunstgewerbemuseum Dresden gegeben. Damit können wichtige Zeugnisse der Unternehmensgeschichte bewahrt, restauriert, wissenschaftlich aufgearbeitet und präsentiert werden, wie die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) am Donnerstag mitteilten. Mit der "großzügigen Schenkung" werde Dresden zur "führenden Referenzsammlung für Möbel der Deutschen Werkstätten weltweit".

Die seit den 1990er Jahren auch durch Ankäufe aus Privatbesitz zusammengetragene Kollektion umfasst rund 130 Objekte - von frühen Maschinenmöbeln Richard Riemerschmids (um 1900), über Stücke der Serie "Die Billige Wohnung" von Adolf Gustav Schneck (1920er Jahre) und Möbel von Franz Ehrlich und Selman Selmanagić aus der Nachkriegszeit bis zu Raritäten aus der Betriebskantine oder Produktionsräumen sowie jüngere Produkte nach Entwürfen des deutschen Architekten Hans Kollhoff.

Die DWH arbeiten seit Jahren eng mit dem SKD-Museum zusammen. "Dort sind die Hellerauer Möbel, die mitunter schon einen hohen Seltenheitswert haben, in den besten Händen", sagt der Geschäftsführende Gesellschafter Fritz Straub. Das 1898 von Karl Schmidt gegründete Unternehmen gehört zu den wichtigen Akteuren der Designgeschichte. Mit qualitativ hochwertigen, schlichten Möbeln für die breite Bevölkerung beeinflusste es die deutsche Reformbewegung maßgeblich, auch die Gestaltung maßangefertigter Interieurs galt als besonders innovativ.

© dpa-infocom, dpa:210805-99-721993/2

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