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Sachsen Regnerisches Wetter bremst Vorbereitung für Spargelsaison

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Dresden (dpa/sn) - Das regnerische Wetter der vergangenen Tage hat die Vorbereitung für die Spargelsaison in Sachsen ausgebremst. "Wir müssen warten, bis die Felder trocken sind", sagte Jürgen Kopf vom Spargelhof Kyhna in Nordsachsen. Erst dann könnten Dämme für das Gemüse gezogen und mit Folien abgedeckt werden. Im März, wenn die Tage länger werden und die Sonne mehr Kraft hat, könne dann aber alles sehr schnell gehen. Bei Temperaturen um die zwölf Grad fange der Spargel an, zu sprießen. Im vergangenen Jahr wurde der erste Spargel Ende März und damit verhältnismäßig zeitig gestochen. Es bleibe abzuwarten, wann die Saison in diesem Jahr losgehe, so Kopf.

Zu den Osterfeiertagen Mitte April werde es sicherlich heimischen Spargel geben, sagte Elsi Schertenleib vom gleichnamigen Spargelhof. "Wir stehen in den Startlöchern." In der nächsten Woche sollen die ersten Dämme gezogen werden. Die Familie baut auf ihrem Hof in Ostrau (Landkreis Meißen) auf rund zehn Hektar Bio-Spargel an - sechs Hektar stehen derzeit im Ertrag. Das Prinzip: keine Düngemittel, keine Pflanzenschutzmittel. "Es dauert zwar etwas länger, aber wenn der Spargel dann wächst, wächst er gut", sagte Schertenleib.

In Sachsen bauen rund 20 Betriebe auf einer Fläche von rund 260 Hektar Spargel an. Der Freistaat gehört zu den kleinsten deutschen Anbaugebieten für Spargel. Das Stangengemüse wird vor allem in Delitzsch, Oschatz, Meißen und in der Gegend um Bautzen gestochen.

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