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Sachsen Sachsenhuhn: Großes Interesse an gefährdeter Haustierrasse

Geflügelzüchter Martin Schubert hält eine Sachsenhuhn im Arm. Foto: Miriam Schönbach/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Reichenbach/Wartha (dpa/sn) - Ein Jahr nach dem Start des Rettungsprojektes für die alte regionale Rasse Sachsenhuhn sollen die ersten Tiere an neue Halter übergeben werden. Am 12. Juli gingen zuerst jene Hühner, die nicht zur Zucht geeignet seien, an neue Besitzer, sagte Projektleiterin Eva Lehmann vom Biosphärenreservat "Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft". Insgesamt meldeten sich mehr als 300 Züchter und Halter - zum Teil aus ganz Deutschland, um die Rettung der vom Aussterben bedrohten Haustierrasse zu unterstützen.

Das Sachsenhuhn wurde um 1880 im Erzgebirge gezüchtet und zeichnet sich durch Genügsamkeit, Robustheit und Angepasstheit aus. Zu Beginn des Projektes gab es deutschlandweit nur noch wenige hundert Tiere. Auf der "Roten Liste" der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Nutztierrassen steht die Rasse als "besonders gefährdet". Unterstützt wurde das Biosphärenreservat unter anderem vom Sonderverein der Sachsenhühner sowie dem Geflügelzüchter Martin Schubert. Auf seinem Hof in Reichenbach (Landkreis Bautzen) werden die Eier ausgebrütet. Zudem verbringen die Hühner dort die ersten Zuchtmonate, bevor sie zu den neuen Besitzern wechseln.

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