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Sachsen Sächsischer Inklusionspreis für fünf Projekte

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Leipzig (dpa/sn) - Zwei Vereine sowie eine Initiative, Kommune und Kultureinrichtung haben den Sächsischen Inklusionspreis 2020 erhalten. Die Gewinner stünden beispielhaft für die Integration behinderter Menschen im Freistaat, sagte der Beauftragte der Regierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Stephan Pöhler, einer Mitteilung zufolge am Donnerstag. Die vielen Bewerbungen zeigten, "dass sich in den Köpfen der Menschen etwas verändert, sich der Gedankengang der Inklusion schrittweise stärker verankert und vertieft."

Die alle zwei Jahre in fünf Kategorien vergebene Auszeichnung ist mit je 1000 Euro dotiert. Insgesamt 60 Einrichtungen und Initiativen hatten sich diesmal beworben. Die Ausstellung des Chemnitzer Vereins Weißer Stock "SinnReich" überzeugte wegen des Perspektivwechsels, der Berührungsängste und Vorurteile mindert. Dabei werden Besucher von Blinden und Sehbehinderten durch verdunkelte Räume geführt.

Das gemeinsame Training Behinderter und Nichtbehinderter im Bouleclub Leipziger Land fördert aus Sicht der Jury das gegenseitige Verständnis. Die HörMal Audiodeskription gUG Leipzig wurde für Live-Hörbeschreibungen von Kultur- und Sportveranstaltungen ausgewählt, die Teilhabe erleichterten, die Stadtverwaltung Schwarzenberg für den barrierefreien Umbau des Rathauses, inklusive taktilem Leitsystem für sehbeeinträchtigte Personen.

Ein Sonderpreis ging an das Leipziger Bach-Museum, das seit 2010 Angebote für mobilitätseingeschränkte, gehörlose, blinde und sehbehinderte, schwerhörige, geistig- und lernbehinderte Besucher entwickelte. Es machte mit dem Projekt "Sensory friendly" Museumsbesuche für Menschen aus dem autistischen Spektrum möglich.

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