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Sachsen Seehofer für staatlich organisierte Seenotrettung

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU, r), und Roland Wöller (CDU), Innenminister von Sachsen). Foto: Sebastian Kahnert

(Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa)

Dresden (dpa/sn) - Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die Seenotrettung auf dem Mittelmeer verteidigt. Er unterstütze den jüngsten Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), wieder eine staatlich über die Europäische Union organisierte Rettung von Migranten auf dem Mittelmeer einzuführen, sagte der CSU-Politiker am Freitag in Dresden. Dort nahm er bei einem Treffen der Unions-Innenminister teil. "Es ist unverzichtbar, Menschen vor dem Ertrinken zu retten", sagte Seehofer.

Bei einem Sondertreffen Anfang September auf Malta sollte ein "Regelwerk" erarbeitet werden, dass die Verteilung und Aufnahme von im Mittelmeer geretteten Migranten organisiert. Bisher scheiterte ein europäischer Deal zur Seenotrettung.

Bei dem Treffen in der sächsischen Landeshauptstadt sprachen sich die Innenminister von CDU und CSU zudem dafür aus, Schleierfahndungen und Kontrollen entlang der deutschen Grenzen zu intensivieren. Das solle nicht mit dem "Schlagbaum", sondern anlassbezogen geschehen. "Das möchte ich im Herbst überall in Deutschland realisieren", so Seehofer. Sachsens Innenminister Roland Wöller begrüßte die Idee. "Sicherheit beginnt an der Grenze", sagte der CDU-Politiker.

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