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Sachsen Solarwatt-Chef fordert weniger Bürokratie bei Energiewende

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Dresden (dpa/sn) - Der Chef des Dresdner Photovoltaik-Herstellers Solarwatt, Detlef Neuhaus, hat von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zur Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen gefordert. "Bürgern, die ihre eigene kleine Energiewende gestalten wollen, dürfen nicht noch zusätzliche Steine in den Weg gelegt werden", sagte Neuhaus der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf das geplante Klimaschutzpaket der großen Koalition. Durch "bürokratischen Unsinn" würden willige Verbraucher daran gehindert, die Energiewende aktiv mitzugestalten, kritisierte der Solarwatt-Chef.

Unter anderem schlägt Neuhaus vor, den "Solar-Deckel" im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu streichen. Wer Solarstrom ins Netz einspeist, bekommt Geld dafür. Dies gilt für neue Anlagen aber nur, solange die gesamte installierte Leistung von Solaranlagen in Deutschland unter 52 Gigawatt liegt. Zudem sollten Photovoltaik- Anlagen vereinfacht angemeldet werden können, die Bürger steuerlich vor allem beim Thema Eigenverbrauch entlastet werden, sowie das Mieterstromgesetz überarbeitet werden. "Deutschland könnte schon viel weiter sein, wenn die Bundesregierung die Bevölkerung zur Energiewende ermuntern würde, anstatt sie zu entmutigen", so Neuhaus.

Am 20. September will das Klimakabinett unter Vorsitz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Klimaschutzpaket vorlegen, damit Deutschland nationale und international verpflichtende Klimaziele bis 2030 einhalten kann.

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