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Sachsen Tausende gehen in Sachsen für den Klimaschutz auf die Straße

Junge Menschen demonstrieren im Rahmen der Fridays for Future-Proteste in Dresden für eine bessere Klimapolitik. Foto: Sebastian Kahnert

(Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa)

Kurz vor der Europa- und Kommunalwahl haben noch einmal Tausende im Rahmen der Fridays for Future-Bewegung in Sachsen demonstriert. Nicht nur in den großen Städten forderten die jungen Teilnehmer einen entschiedeneren Klimaschutz.

Leipzig/Dresden (dpa/sn) - Zwei Tage vor der Europa- und Kommunalwahl haben Tausende in mehreren Städten Sachsens für den Klimaschutz demonstriert. Im Rahmen der Fridays-for-Future-Bewegung trafen sich in Dresden nach Angaben der Veranstalter 5000 Demonstranten am Wahrzeichen Goldener Reiter. Von dort aus zogen sie bis vor den Landtag, wo die Abgeordneten gegen Abend über einen Antrag der Grünen-Fraktion für mehr Klimaschutz abstimmen sollten.

Die Demonstranten fordern eine konsequente Umsetzung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens. "Nutzt eure Chance und rettet mit eurer Stimme das Klima auf der Erde", sagte ein Sprecher von Fridays for Future mit Blick auf die Wahl am Sonntag in Dresden.

In Leipzig versammelten sich nach Angaben der Beobachtergruppe "Durchgezählt" zwischen 4100 und 4900 Menschen auf dem Richard-Wagner-Platz. Sie waren zuvor vom Bundesverwaltungsgericht durch die Innenstadt gezogen. Am Rande der Kundgebung hatten Aktivisten der Umweltorganisation Robin Wood an der Fassade eines Einkaufszentrums ein Banner entrollt, auf dem Kritik am Wirtschaftswachstum zu lesen war.

Nach Angaben der sächsischen Polizeidirektionen verliefen sämtliche Demonstrationen friedlich. In Annaberg-Buchholz zählten die Einsatzkräfte etwa 180 Demonstranten, in Freiberg 200 Menschen, die für den Klimaschutz auf die Straße gingen. In Chemnitz beteiligten sich etwa 400 am Protest, in Bautzen etwa 500 Menschen und in Zwickau gingen etwa 600 vorwiegend junge Menschen auf die Straße. Auch in Zittau wollten Demonstranten ein Zeichen für mehr Klimaschutz setzen.

Am zweiten "globalen Klimastreik", zu dem Fridays for Future am Freitag aufgerufen hatte, wollten sich Demonstranten in mehr als 100 Ländern beteiligen. Die Aktion ist Teil einer internationalen Kampagne, die von der Schülerin Greta Thunberg in Stockholm gestartet wurde. Seit Januar demonstrieren auch in Sachsen immer wieder Schüler für einen entschiedeneren Klimaschutz.

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Pressemitteilung Robin Wood

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