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Sachsen Tödliche Attacke: Ausländerbeirat Dresden legt Kranz nieder

Blumen und Kerzen zum Gedenken an die Opfer der Messerattacke unweit des Residenzschlosses. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

(Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa)

Dresden (dpa/sn) - Der Integrations- und Ausländerbeirat von Dresden hat am Donnerstagabend an die tödliche Messerattacke in der Stadt erinnert. Vier Vertreter des Gremiums legten an der Stelle, wo die Bluttat mitten im Zentrum geschah, einen Kranz und Blumen nieder. Am Abend des 4. Oktober hatte ein Mann an dieser Stelle zwei Touristen aus Nordrhein-Westfalen mit einem Messer angegriffen und einen von ihnen getötet.

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen und geht von einem radikal-islamistischen Hintergrund aus. Der 20 Jahre alte Tatverdächtige stammt aus Syrien, die sächsischen Sicherheitsbehörden hatten ihn schon 2017 als Gefährder eingestuft und auch observiert - allerdings nicht rund um die Uhr.

"Extremismus, egal ob rechts, links oder religiös motiviert, greift uns alle an. Die Angriffe gelten keiner Einzelperson. Unsere gesamte Gesellschaft und die grundlegenden Werte unseres Zusammenlebens werden hier fundamental attackiert", erklärte der Integrations- und Ausländerbeirat.

Die Tat sorgte für Entsetzung und löste eine Debatte über die Abschiebung von Gefährdern und schweren Strafttaten auch nach Syrien aus. Für das Bürgerkriegsland gilt noch bis Ende dieses Jahres ein Abschiebestopp.

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