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Sachsen Umfrage: Krebs ist die am meisten gefürchtete Krankheit

Ein Arzt hält ein Stethoskop in den Händen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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Krebs ist heute häufig heilbar. Forscher haben schon viel erreicht, um die heimtückische Erkrankung zu bekämpfen. Erfolg gibt es vor allem dann, wenn sie frühzeitig erkannt wird.

Dresden (dpa/sn) - Mehr als zwei Drittel (70 Prozent) der Sachsen fürchten sich laut einer Umfrage der DAK Gesundheit vor Krebs. "Er ist für die Menschen im Freistaat unter allen Krankheiten der Angstmacher Nummer 1", teilte die Kasse in Auswertung einer Forsa- Umfrage mit. Doch trotz der Sorge vor bösartigen Tumoren gehe nur jeder Zweite zur Krebsvorsorge. Vor Alzheimer und Demenz haben gut die Hälfte (52 Prozent) der Leute Angst, vor Schlaganfall 46 Prozent und Unfällen mit schweren Verletzungen 42 Prozent. Bei der Prävention setzt die große Mehrheit der Sachsen auf Rauchverzicht (74 Prozent), wenig Alkohol (68 Prozent) und regelmäßigen Sport (67 Prozent).

Vor allem unter 30-Jährigen (76 Prozent) und Frauen (74 Prozent) ist die Furcht vor Krebserkrankungen groß. "Dass der Krebs trotz steigender Heilungschancen seinen Schrecken nicht verliert, liegt nach unseren Erfahrungen sowohl an der Sorge vor einer Neuerkrankung als auch an der lebenslangen Angst bereits geheilter Patienten vor einem Rückfall", betonte die sächsische DAK-Landeschefin Christine Enenkel. Um Patienten nach einer intensiven Krebsbehandlung besser zu unterstützen, habe die Krankenkasse zunächst mit dem Uniklinikum Leipzig ein Konzept für eine intensive Tumornachsorge entwickelt und das Angebot auf andere Regionen des Freistaats ausgeweitet.

Trotz aller Befürchtungen gehen nur 54 Prozent der Befragten zur Krebsvorsorge, hieß es. Vor allem Männer seien dabei nachlässig (44 Prozent). "Die Untersuchungen sind aber entscheidend, um Auffälligkeiten möglichst früh zu erkennen und damit Heilungschancen zu erhöhen", warb Enekel für das kostenlose Vorsorge-Angebot. Erfreulich sei, dass die große Mehrheit der Sachsen (85 Prozent) ihren gegenwärtigen Gesundheitszustand als sehr gut oder eher gut einschätzten. Damit das so bleibe, verzichteten drei von vier Befragten (74 Prozent) auf Zigaretten. Gut zwei Drittel trinken wenig Alkohol (68 Prozent) und treiben regelmäßig Sport (67 Prozent).

Für die Umfrage wurden vom 7. Oktober bis 1. November 1022 Menschen in Sachsen befragt.

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