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Sachsen VW Sachsen: Großteil der Mitarbeiter in Kurzarbeit

Blick auf den Eingangsbereich von Volkswagen Sachsen. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

(Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB)

Chemnitz (dpa/sn) - In den drei sächsischen VW-Werken in Dresden, Zwickau und Chemnitz stehen die Bänder wie im gesamten Bereich der Kernmarke Volkswagen bis mindestens 19. April still. Wie ein Sprecher von VW Sachsen am Mittwoch auf Anfrage mitteilte, befindet sich ein Großteil der Mitarbeiter in Kurzarbeit. Um wie viele es sich dabei handelt, gab das Unternehmen nicht bekannt. "Genaue Zahlen nennen wir nicht", erklärte Sprecher Carsten Krebs.

VW hatte am Vortag die seit 17. März bestehende Werksschließung um zehn Tage bis zum 19. April verlängert. Begründet wurde dies mit "der anhaltend sinkenden Nachfrage nach Fahrzeugen und den weiterhin bestehenden Herausforderungen in der Lieferkette". Durch den Produktionsstopp befinden sich den Angaben zufolge "insgesamt rund 80 000 Mitarbeiter der Volkswagen AG" in Kurzarbeit.

VW in Sachsen hat in der Gläsernen Manufaktur in Dresden, dem Auto-Werk in Zwickau sowie dem Motorenwerk in Chemnitz rund 10 000 Angestellte. "Mehrere hundert Mitarbeiter arbeiten an allen drei Standorten im Homeoffice", teilte das Unternehmen mit. Zudem liefen diverse Instandhaltungs- und Wartungsmaßnahmen.

Im Werk in Zwickau, wo im November 2019 die Serienproduktion des E-Autos ID.3 gestartet wurde, werden laut Krebs "einzelne Aktivitäten rund um bereits gefertigte ID.3 und ID.4 vorangetrieben". Im Februar hatte das Unternehmen angekündigt, dass ab Mitte März Mitarbeiter Testfahrten mit dem ID.3 durchführen sollten. Damit solle das erste vollelektrische Fahrzeug vor dem offiziellen Verkaufsstart unter realen Bedingungen nochmals auf Herz und Nieren geprüft werden, hatte Krebs erklärt.

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