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Sachsen Verbände: Ehrenamtliche sind Säule der Gesellschaft

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Was wäre die Gesellschaft ohne Ehrenamtliche? Sie engagieren sich im Sport, in sozialen oder auch karitativen Bereichen. Aktuell findet ihre Arbeit besondere Anerkennung.

Leipzig (dpa/sn) - Verbände, Vereinigungen und die Kirche haben das Engagement von Ehrenamtlichen in Sachsen gewürdigt. "Ehrenamt ist kein Lückenbüßer, sondern eine unverzichtbare Ergänzung von sozialen Dienstleistungen", sagte der Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen im Deutschen Kinderschutzbund, Ullrich Gintzel.

Mehr als 700 Ehrenamtliche arbeiteten landesweit Hand in Hand mit hauptamtlichen Fachkräften. Dabei seien im vergangenen Jahr gut 37 230 Arbeitsstunden geleistet worden. Setze man dazu nur den derzeitigen Mindestlohn von 9,19 Euro je Stunde an, ergäbe das eine Summe von mehr als 342 000 Euro, rechnete Gintzel vor. Das verdiene Respekt.

Mit Beschluss der Vereinten Nationen ist seit 1986 der 5. Dezember der Internationale Tag des Ehrenamtes, um entsprechende Tätigkeiten zu fördern und anzuerkennen. "Wir brauchen das Ehrenamt", hieß es vonseiten der Telefonseelsorge des Diakonischen Werkes, Stadtmission Dresden. Sie ruft die Bevölkerung auf, sich auch künftig für langfristige Ehrenämter zu bewerben und damit der Gesellschaft Stabilität und Konstanz zu geben. Um möglichst vielen Menschen den Zugang zu ermöglichen, stehe sie rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr bereit.

Die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung spricht einen besonderen Aspekt an: "Wir müssen diskutieren, ob das Gemeinnützigkeitsrecht inhaltlich gelockert werden sollte und allgemeinpolitische Zielsetzungen aufgenommen werden sollten", sagte ihr Direktor Roland Löffler. Die Einrichtung werde deshalb Anfang 2020 Fachdiskussionen zu Fragen des Gemeinnützigkeitsrechts und des politischen Engagements in der Zivilgesellschaft in Sachsen veranstalten.

"Das ehrenamtliche Engagement ist in der heutigen Zeit leider keine Selbstverständlichkeit mehr", merkte Torsten Tonn, Medizinischer Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost an. Er würdigte besonders das stete Engagement der zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfer bei den Terminen seiner Organisation in Sachsen.

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