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Sachsen Verband: Pflegeeinrichtungen durch Kostenanstieg unter Druck

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Leipzig (dpa/sn) - Aufgrund der stark gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise hat der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) eine schnelle Kostenerstattung für Pflegeeinrichtungen gefordert. "Wenn sie keine Refinanzierung erhalten, ist das auf Dauer existenzbedrohend", warnte der bpa-Landesvorsitzende in Sachsen, Igor Ratzenberger, am Montag in Leipzig. Derzeit weigerten sich die Kostenträger in Sachsen, die Mehrkosten zu refinanzieren.

Deshalb stünden viele Einrichtungen erheblich unter Druck, sagte Ratzenberger. Insbesondere die Gaspreise trieben die Kosten in die Höhe. Nach einer Verdreifachung des Preises für Gas hätten sich Rechnungen in einzelnen Fällen verzehnfacht. Für die kommenden Wochen hätten Gasversorger angekündigt, auch die in langfristigen Verträgen vereinbarten Preise zu erhöhen.

Deshalb forderte der bpa eine Direktkostenerstattung. Ähnlich dem Abrechnungsverfahren in der Pflegebranche während der Corona-Pandemie sollten Pflege- und Eingliederungshilfeeinrichtungen höhere Abschläge der Energieversorger direkt bei den Kostenträgern geltend machen können.

Der bpa vertritt die Interessen von mehr als 13.000 Sozialeinrichtungen in Deutschland, unter anderem der Kinder- und Jugendhilfe sowie Einrichtungen ambulanter oder stationärer Pflege.

Quelle: dpa

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