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Sachsen Verband verlangt schnellstmögliche Öffnung des Einzelhandels

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Dresden (dpa/sn) - Der Handelsverband Sachsen fordert vor den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder deutliche Signale für Einzelhändler. "Wir erwarten von der Bund-Länder-Konferenz jetzt ein transparentes, klares, faires und verbindliches Konzept für eine schnellstmögliche und gerechte Öffnung des Einzelhandels", sagte René Glaser, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands, der dpa. Große Teile des des sächsischen Einzelhandels, die sich seit elf Wochen im Lockdown befinden, seien inzwischen finanziell ausgezehrt.

Vor dem Hintergrund der für zahlreiche Unternehmen existenziell prekären Situation und Liquiditätslage bedürfe es jetzt einer Perspektive für den Handel und dessen Kunden. "Schon jetzt sitzt beispielsweise der Textileinzelhandel auf Millionen von unverkauften Waren", sagte Glaser. Hinzu komme jetzt die Frühjahrsware, die bereits vor Monaten bestellt worden sei, geliefert werde und bezahlt werden müsse. "Liquidität ist aber nicht mehr vorhanden."

Der Einzelhandel habe bereits flächendeckende Hygienemaßnahmen zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern auf eigene Kosten umgesetzt und werde dies auch weiterhin gewährleisten. Glaser nannte als Beispiele Zugangsbeschränkungen, die Möglichkeiten zur Desinfektion oder die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, die bereits im Lebensmitteleinzelhandel angewendet würden. "All diese Maßnahmen ermöglichen eine Wiedereröffnung der Läden", erklärte er. Zudem unterstütze der Einzelhandel auch die Bestrebungen nach einer Ausweitung der Test-Strategie und zur Nutzung digitaler Lösungen, um die gezielte Nachverfolgung von Infektionsketten zu beschleunigen.

© dpa-infocom, dpa:210303-99-664000/2

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