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Sachsen Waffenlager bei Elitesoldat: Prozess beginnt

Die Statue der Justitia steht im Gegenlicht der Sonne. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

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Leipzig (dpa/sn) - Bei einem Bundeswehrsoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) aus Nordsachsen war im vergangenen Mai ein umfangreiches Waffenlager entdeckt worden. Auch Schriften mit rechtsextremen Inhalten fanden die Ermittler. Von Freitag (09.00 Uhr) an muss sich der 45-Jährige vor dem Landgericht Leipzig verantworten. Die Anklage wirft dem Elitesoldaten Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz vor. Das Landgericht hat bis Ende März insgesamt acht Verhandlungstage angesetzt.

Bei der Durchsuchung des privaten Grundstücks des Oberstabsfeldwebels in Collm hatten die Ermittler im vergangenen Jahr unter anderem zwei Kilogramm Sprengstoff entdeckt. Zudem fanden sie mehrere Tausend Stück Gewehr- und Pistolenmunition, eine Armbrust, eine Nebelhandgranate sowie Schusswaffen und Waffenteile, darunter auch einen Schalldämpfer. Zudem wurden ein SS-Liederbuch und rechte Zeitschriften sowie Aufkleber gefunden. Anfang Dezember war der Mann unter Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

"Mein Mandant wird zum Prozessauftakt eine Erklärung zu den Tatvorwürfen abgeben", sagte Rechtsanwalt Andrej Klein aus Dresden auf Anfrage. Zudem sind für Freitag zwei Polizisten als Zeugen geladen, die über den Ermittlungsstand berichten.

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