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Sachsen Wahlkampf: Sachsens Linke wirbt für modernen Sozialismus

Kugelschreiber mit dem Logo der Partei Die Linke. Foto: Christian Charisius/Archivbild

(Foto: Christian Charisius/dpa)

Dresden (dpa/sn) - Die sächsische Linke wirbt im Wahlkampf für einen modernen und demokratischen Sozialismus. Man habe dieses Wort in den vergangenen Jahren viel zu wenig in den Mund genommen, sagte Spitzenkandidat Rico Gebhardt am Donnerstag in Dresden bei der Vorstellung der Kampagne zur Landtagswahl am 1. September. Seine Partei wolle mit Inhalten und Botschaften überzeugen und eine klare Haltung zeigen. Es müsse noch etwas anderes als Kapitalismus geben.

Die Linke wählte als Ort der Präsentation bewusst den Platz vor der Dreikönigskirche. Dort hatte nach der Wende bis 1993 der Sächsische Landtag getagt. Nach den Worten von Parteichefin Antje Feiks hatten die Menschen damals viele Hoffnungen. 30 Jahre später müsse man jedoch feststellen, dass es viele Enttäuschungen gebe - aber auch eine neue Hoffnung. "Die Linken wollen verändern und vorwärtskommen, dabei aber auch aufpassen, dass niemand zurückbleibt", sagte Feiks.

Die Linke hat aktuell gut 7800 Mitglieder und will im Wahlkampf rund 700 000 Euro ausgeben. Neben dem Sozialismus-Großplakat, das an 300 Standorten für die Partei werben soll, gibt es zehn weitere Plakatmotive mit Stichworten wie Solidarität, Gleichheit, Sicherheit, Traditionen oder Fortschritt. Eine Version wirbt auch auf Sorbisch für Sprachräume. Die Plakate sollen in einer Auflage von 45 000 Stück überall im Land hängen, genau wie 15 000 Plakate mit den Kandidaten.

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