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Sachsen Zoos an internationalen Forschungsprojekten beteiligt

Julia Kögler sitzt in ihrem Büro. Foto: picture alliance / Soeren Stache/dpa/Archivbild

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Hoyerswerda/Görlitz/Berlin (dpa/sn) - Der Zoo als Forschungslabor: Auch sächsische Tierparks und Zoos beteiligen sich an internationalen Projekten im Dienste der Wissenschaft. So hat der Zoo Hoyerswerda nach eigenen Angaben in diesem Jahr bereits an zehn entsprechenden Vorhaben teilgenommen.

Eines betrifft die Erfassung einer im Zoo von Hoyerswerda lebenden Graureiherkolonie. Die Zählung ergab, dass auf dem sechs Hektar großen Areal insgesamt 129 Graureiher-Paare leben. In Sachsen ist es damit die größte Kolonie der heimischen Reiher, hieß es am Freitag. Für die Vögel gebe es hier einen idealen Lebensraum: große starke Bäume für die Nester, Schutz vor Fressfeinden durch die Umzäunung und kurze Wege zu ausreichenden Fischgründen im Lausitzer Seenland.

Im Tierpark Görlitz-Zgorzelec floss Zeit und Geld in die Erforschung der Roten Pandas. Dabei wurde unter andere ihr Nahrungs-, Spiel-, Paarungs- und Aufzuchtverhalten dokumentiert.

Am Freitag hatte der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) einen Überblick zu Forschungsleistungen seiner Mitglieder veröffentlicht. Demnach waren sie im Zeitraum von 2008 bis 2018 an 1058 wissenschaftlichen Publikationen beteiligt.

"Durch die Studien an unseren Zootieren kann Forschung gelingen, die ansonsten unmöglich wäre", erklärte Julia Kögler, stellvertretende Geschäftsführerin des Verbandes. Diese Erkenntnisse könnten dazu beitragen, Schutzmaßnahmen für Tierarten in menschlicher Obhut und in der Wildnis gezielter zu planen und umzusetzen.

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