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Thüringen 150 Veranstaltungen würdigen 900 Jahre jüdisches Leben

Ein Chanukkaleuchter steht in der Kleinen Synagoge in Erfurt. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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Erfurt (dpa/th) - Mit rund 150 Veranstaltungen will Thüringen in diesem und im nächsten Jahr an neun Jahrhunderte reichen jüdischen Lebens in der Region erinnern. In dem Themenjahr, das am 1. Oktober mit einem Festakt in Erfurt eröffnet werden soll, sind nicht nur Ausstellungen, Führungen auf jüdischen Friedhöfen und in Synagogen, Vorträge und Musikabende geplant, wie Staatskanzlei und Jüdische Landesgemeinde am Donnerstag in Erfurt mitteilten.

Die Gemeinde soll auch eine neue handgeschriebene Torarolle mit den fünf Büchern Mose - der hebräischen Bibel - erhalten. Aus der Torarolle wird in jüdischen Gottesdiensten gelesen. Zum Programm gehören außerdem bereits etablierte Musikfestivals wie die jüdisch-israelischen Kulturtage, die Achava-Festspiele und der Yiddish Summer Weimar.

Das Themenjahr solle den Blick auf die "wunderbare Bereicherung", weiten, die jüdisches Leben bedeute, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). Der Blick auf die Vergangenheit mit dem nationalsozialistischen Holocaust an den Juden werde dabei nicht ausgeblendet. Die Erfurter Firma Topf & Söhne hatte die Verbrennungsöfen für NS-Konzentrationssager geliefert.

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