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Thüringen 2018 wurden weniger Kinder in Obhut genommen

Ein Mädchen spielt auf einem Spielplatz. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Erfurt (dpa/th) - Im vergangenen Jahr sind weniger Kinder in Thüringen vorübergehend in einer staatlichen Einrichtung untergebracht worden als 2017. Insgesamt habe es 1355 dieser sogenannten Inobhutnahmen gegeben, teilte das Thüringer Landesamt für Statistik am Freitag in Erfurt mit. Das waren 396 Fälle weniger als 2017 und entsprach einem Rückgang um 22,6 Prozent. Die sinkende Fallzahl lag vor allem daran, dass im vergangenen Jahr nur noch 188 Kinder oder Jugendliche als unbegleitete Flüchtlinge in Obhut genommen wurden. 2017 waren es noch 527 gewesen.

In den meisten Fällen (556) war die Überforderung der Eltern oder eines Elternteils Grund für die Maßnahme. Bei 227 Kindern und Jugendlichen wurde festgestellt, dass sie vernachlässigt worden waren, in 187 Fällen waren Beziehungsprobleme der Auslöser.

Die Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen von 14 bis unter 18 Jahren war mit einem Anteil von 43,2 Prozent besonders von einer vorläufigen Schutzmaßnahme betroffen. In 235 Fällen waren es die betroffenen Kinder oder Jugendlichen selbst, die die Inobhutnahme veranlassten.

Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik

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