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Thüringen 2500 Nordhäuser von Evakuierung wegen Bombenfund betroffen

Eine Blindgänger-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg liegt in Nordhausen. Foto: Lutz Fischer/Stadt Nordhausen

(Foto: Lutz Fischer/Stadt Nordhausen/dpa)

Nordhausen (dpa/th) - Nach dem Fund einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg sind Teile der Stadt Nordhausen evakuiert worden. Insgesamt waren 2500 Bürger betroffen, wie die Stadtverwaltung am Dienstagabend mitteilte. Für sie standen Notunterkünfte bereit. Schon kurz nach 20 Uhr meldete der Sprecher der Stadtverwaltung, dass der Blindgänger erfolgreich entschärft worden sei. Die meisten Straßensperrungen würden aufgehoben und die Menschen könnten nun zurück in ihre Wohnungen und Häuser.

Am Abend waren fast 260 Polizisten, Feuerwehrleute und andere Retter im Einsatz. Am Abend überflog auch ein Polizeihubschrauber das betroffene Gebiet mit einer Wärmebildkamera. So sollte sichergestellt werden, dass sich tatsächlich keine Menschen mehr in dem Sperrgebiet mit einem Radius von etwa 500 Metern um den Fundort aufhielten.

Die Bombe war am Dienstag bei Bauarbeiten an einem Fluss entdeckt worden. Bei dem Blindgänger handelt es sich nach Angaben der Stadt um eine 227 Kilogramm schwere britische Fliegerbombe.

Es ist längst nicht die erste Evakuierung in Folge eines Bombenfunds in Nordhausen. Die Stadt war gegen Ende des Zweiten Weltkriegs durch alliierte Fliegerangriffe schwer getroffen und in weiten Teilen zerstört worden. Immer wieder werden Blindgänger entdeckt. Zuletzt mussten etwa im November rund 1100 Betroffene ihre Häuser und Wohnungen im Ortsteil Bielen verlassen.

Infos der Stadt zur Entschärfung

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