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Thüringen Ackerhummel bei Insektenzählung am häufigsten gesichtet

Eine Ackerhummel fliegt eine Blüte eines Brombeerstrauches an. Foto: Wolfgang Kumm/dpa/archiv

(Foto: Wolfgang Kumm/dpa/archiv)

Jena (dpa/th) - Unter den in Thüringen lebenden Insekten kommt die Ackerhummel nach einer Zählung des Naturschutzbundes (Nabu) Thüringen am häufigsten vor. Der Brummer mit gelblich-rotbraunem Pelz kam bei der Zählrunde im August wie schon in den Vorjahren auf Platz eins, wie der Nabu am Freitag mitteilte. Der Umweltverband hatte die Thüringer zur Zählung von Insekten aufgerufen.

Dazu gingen laut Nabu mehr als 350 Meldungen zu Krabbeltieren und Summern ein. Nach der Ackerhummel am häufigsten gesichtet wurden die Steinhummel, der kleine Fuchs - eine Schmetterlingsart - und die Holzbiene. Auch die Hainschwebfliege, der Asiatische Marienkäfer, der Siebenpunkt-Marienkäfer, das große Heupferd - eine Heuschrecke - und die Wildbiene wurden laut Verband häufig genannt.

Dem Marienkäfer hatte in diesem Jahr das besondere Interesse gegolten. Die Zählung sollte Aufschluss darüber geben, ob der heimische Siebenpunkt-Marienkäfer oder der Asiatische Marienkäfer dominiert. Mit 110 Meldungen ergab die Zählung demnach ein Plus für die heimische Art, während die asiatische Variante 90 Mal gemeldet wurde. "Das zeigt also, dass der vor einigen Jahrzehnten aus Gewächshäusern entwichene Asiatische Marienkäfer mittlerweile hierzulande etabliert ist, aber den heimischen Siebenpunkt noch nicht verdrängt hat", teilte Nabu-Insektenexperte Ronald Bellstedt mit.

In Deutschland gibt es etwa 33 000 Insektenarten, von denen viele schon auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen. Thüringen ist Lebensraum für rund 25 000 Insektenarten.

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