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Thüringen Ammoniak-Austritt in Suhler Firma

Ein Blaulicht leuchtet auf einem Einsatzwagen der Feuerwehr. Foto: picture alliance / Stephan Jansen/dpa/Archivbild

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Bis Dienstagmittag kämpfte die Suhler Feuerwehr gegen ein Ammoniak-Leck. Eine Eisschicht erschwerte den Einsatz. 35 Mitarbeiter der betroffenen Firma für Tiefkühlkost harrten stundenlang aus.

Suhl (dpa/th) - Nach dem Ausströmen von giftigem Ammoniak in einer Firma in Suhl hat die Feuerwehr am Dienstag Entwarnung gegeben. "Bei den letzten Messungen konnte kein Ammoniak-Austritt mehr gemessen werden", sagte ein Feuerwehrsprecher am Mittag. Die Anlage wurde nach einem 17-stündigen Einsatz an den Betreiber, einer Firma für Tiefkühlkost, übergeben.

Am Montagabend gegen 20.00 Uhr hatten zwei Mitarbeiter der Firma ein plötzliches Leck an der Kälteanlage entdeckt und versucht, die defekte Leitung abzudrehen. Dabei erlitt einer der Mitarbeiter schwere Verletzungen, sein Kollege wurde leicht verletzt. Am Dienstag konnten beide aus dem Krankenhaus entlassen werden, wie der Sprecher mitteilte. Wie viel von dem stechend riechenden Gas, das ätzend auf Atemwege, Haut und Augen wirkt, ausgetreten war, war zunächst unklar. Die betroffene Anlage fasste den Angaben nach 500 Kilogramm Ammoniak.

135 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Katastrophenschutz waren im Einsatz. Die 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Katastrophenschutzzugs des Arbeiter-Samariter-Bundes hatten zunächst große Probleme, das Gasleck zu schließen. Wegen einer dicken Eisschicht konnte der genaue Austrittsort laut Feuerwehr zunächst nicht gefunden werden. Weiteres Eis an Ventilen und Handrädern habe zudem das Schließen der Leitung erschwert. Die in schwere Schutzanzügen gekleideten Einsatzkräfte mussten den Eispanzer in Handarbeit entfernen. Zudem erhöhte sich den Angaben zufolge am frühen Morgen plötzlich die Gaskonzentration. Bei dem Einsatz wurde ein Feuerwehrmann verletzt, wie der Sprecher am Nachmittag mitteilte.

Die 35 Mitarbeiter der Firma verbrachten laut Feuerwehr die Nacht wegen der Gaswolke im Firmengebäude, um nicht mit dem Gas in Berührung zu kommen. Erst sieben Stunden nach Beginn der Havarie durften sie das Gelände gegen 3.00 Uhr morgens verlassen. Ihre Fahrzeuge mussten sie aus Sicherheitsgründen auf dem Gelände zurücklassen. Die Dröhbergstraße und Teile der Mittelbergstraße waren bis zum Einsatzende wegen der Gefahr gesperrt.

Wie es zu dem Unfall kam, müsse nun eine Fachfirma herausfinden, sagte der Feuerwehrsprecher mittags. Am Nachmittag konkretisierte die Feuerwehr, dass das Leck im Bereich der Pumpanlage aufgetreten war. Die Firma müsse nun die Kälteanlage in Stand setzen.

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