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Thüringen Aufnahmeprogramm für Geflüchtete aus Syrien verlängert

Dirk Adams (Bündnis 90/Die Grünen), Migrationsminister von Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Erfurt (dpa/th) - Ein Programm für die erleichterte Aufnahme von Menschen aus dem Bürgerkriegsland Syrien in Thüringen wird bis Ende 2022 verlängert. Das Bundesinnenministerium habe das nötige Okay dafür gegeben, teilte das Thüringer Migrationsministerium am Donnerstag mit. "Angesichts der weiterhin dramatischen Lage in dem Bürgerkriegsland ist dies ein Gebot der Humanität", sagte Thüringens Migrationsminister Dirk Adams (Grüne).

Die sogenannte Landesaufnahmeanordnung erleichtere es Menschen mit bereits in Thüringen lebenden Verwandten in den Freistaat zu kommen. "Sie müssen so nicht im immer noch kriegsgeschüttelten Heimatland oder in Lagern der Nachbarstaaten ausharren. Mit den nun verlängerten Regelungen können sie hier in Ruhe ankommen und sich ein neues Leben aufbauen", sagte Adams.

Die Anordnung gibt es seit September 2013, sie wurde immer wieder verlängert. Mehr als 1200 Visa seien seitdem erteilt worden. Die auf diesem Wege legale Einreise ist aber nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. So müssen die Verwandten in Thüringen einen gültigen Aufenthaltstitel besitzen und seit mindestens einem halben Jahr ihren Hauptwohnsitz im Freistaat haben. Zudem müssen sie sich bereit erklären, für den Unterhalt der Verwandten aufzukommen. Kosten, die durch Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Schwangerschaft entstehen, müssen die Bürgen aber nicht übernehmen.

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