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Thüringen Bergwacht: Wieder normaler Winter für Einsatzkräfte

Einsatzkräfte der DRK-Bergwacht fahren am Fallbachhang mit dem Schneemobil zu einem Notfall.

(Foto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/)

Kaputtes Knie oder gebrochene Hand - ein Unfall beim Skifahren oder Rodeln kann schmerzhafte Folgen haben. Die DRK-Bergwacht sorgt dafür, dass Verunglückte rasche Hilfe erhalten.

Oberhof (dpa/th) - Die Einsatzkräfte der DRK-Bergwacht sind in diesem Monat bislang zu rund 40 Rettungseinsätzen im Thüringer Wald vor allem wegen verunglückter Skifahrer, Wanderer und Rodler ausgerückt. Damit haben sie deutlich mehr zu tun als in den beiden Vorjahren, wie Daniel Fritzsche vom Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes auf Anfrage sagte. "Das sieht wieder nach einem relativ normalen Winter aus." Im vergangenen Jahr, als Skilifte bei Top-Schneeverhältnissen pandemiebedingt geschlossen bleiben mussten, habe es nur sieben Einsätze gegeben. Im Winter 2020 herrschte wiederum wegen Schneemangels kaum Betrieb auf Pisten, Winterwanderwegen und Langlaufloipen.

Beim Alpinskifahren, Snowboarden und Langlauf ist es nach Bergwacht-Einschätzung bisher vor allem zu Knochenbrüchen an Armen oder Beinen gekommen, während Kopfverletzungen kaum eine Rolle spielten. Fast alle Alpinskifahrer trügen freiwillig einen Schutzhelm, sagte Fritzsche. Viele Ausflügler nutzen seinen Beobachtungen zufolge auch die Kurse der Skischulen, vor allem an den Wochenenden. "Da besteht augenscheinlich Nachholbedarf nach der Zwangspause." Alpinskihänge, vor allem die in Oberhof und in Steinach, sind die Haupteinsatzgebiete der Bergwacht.

Probleme bereiten den Einsatzkräften Fritzsche zufolge aktuell vor allem wild geparkte Autos in den Skigebieten. Diese blockierten auch Rettungswege für die Bergwacht. Dies sei vor allem an den Wochenenden der Fall, wenn sich Winterausflügler in Scharen auf den Weg in den Thüringer Wald machten. Dort sind die Parkplatzkapazitäten dann meist rasch ausgelastet.

Die DRK-Bergwacht hat in Thüringen rund 900 Mitglieder, ein Drittel von ihnen sind aktive Einsatzkräfte. Die meisten sind Ehrenamtler. Die 27 Bergwacht-Stützpunkte verteilen sich auf Thüringer Wald, Rhön und Harz.

Quelle: dpa

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