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Thüringen Corona-Einsatz: Bundeswehr in Thüringen mit rund 420 Kräften

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Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie ist die Bundeswehr in Kommunen und Pflegeeinrichtungen inzwischen nicht mehr wegzudenken. Die Männer und Frauen in Uniform kommen dabei in vielen unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz.

Erfurt (dpa/th) - Die Bundeswehr ist in Thüringen derzeit mit rund 420 Soldatinnen und Soldaten im Corona-Einsatz. Insbesondere bei der Kontaktnachverfolgung und als "helfende Hände" in Pflegeheimen seien sie eingebunden, sagte der Sprecher des Landeskommandos Thüringen am Donnerstag auf Anfrage in Erfurt. In Jena hatte die Bundeswehr am Mittwochabend die Aufrechterhaltung der Versorgung in einem Pflegeheim übernommen, in dem die Beschäftigten und der größte Teil der Bewohner positiv getestet worden waren. Ab Freitag wird nach Angaben der Stadt der Sanitätszug der Bundeswehr aus Gotha in der Einrichtung eingesetzt.

Neben 124 Soldaten, die in der Kontaktnachverfolgung eingesetzt sind, sind in 28 Pflegeeinrichtungen rund 150 Frauen und Männer in Uniform als Sanitäter und als Helfer unterwegs. Mehr als 50 Soldaten helfen in fünf Landkreisen bei Schnelltests, andere sind in Abstrichteams unterwegs. Erstmals sind den Angaben zufolge alle 23 Kreisverbindungskommandos in Thüringen aktiviert worden, die ausschließlich mit Reservisten besetzt seien. Diese Einheiten beraten die zivilen Behörden und Partner hinsichtlich potenzieller Unterstützungsleistungen der Bundeswehr.

Wie der Sprecher weiter sagte, sind beim Landeskommando Thüringen bis zum Donnerstag 256 Anträge auf Amtshilfe eingegangen. Derzeit laufen noch 63 Einsätze; 121 wurden bereits wieder beendet; 26 Einsätze seien bereits gebilligt, aber noch nicht angelaufen. In anderen Fällen seien die Anträge zurückgezogen worden oder hätten nicht berücksichtigt werden können. Genauere Angaben dazu lagen nicht vor.

Wie das Thüringer Deutsche Rote Kreuz mitteilte, werden Soldaten und andere, die in Pflegeheimen eingesetzt werden, vom DRK in der Handhabung von sogenannten PoC-Test geschult. Mit diesen Tests ist der Nachweis von Sars-CoV-2-Viren möglich, ohne das dafür ein Labor beauftragt werden muss. Laut Fabian Feiertag, Abteilungsleiter Nationale Hilfsgesellschaft beim DRK Thüringen, wurde ein für das Land angepasstes Ausbildungskonzept erarbeitet.

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