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Thüringen Corona: Nach Ostern Mundschutzpflicht in Nordhausen

Ein Mundschutz liegt auf einem Fußweg. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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Nordhausen/Jena (dpa/th) - Nach Jena führt nun auch der Landkreis Nordhausen schrittweise eine Mundschutzpflicht in Geschäften, Bussen und Taxis ein. Ab Montag gilt dies zunächst als Empfehlung, nach Ostern wird es laut neuer Allgemeinverfügung zur Pflicht. Ziel sei es, andere vor Infektionen zu schützen, betonte Landrat Matthias Jendricke (SPD). Da Mund und Nase auch per Tuch, Schal oder selbstgenähter Maske bedeckt werden könnten, brauche niemand medizinischen Mundschutz zu kaufen. "Wir wissen, dass diese momentan Mangelware sind."

Ladeninhaber und Busfahrer könnten Personen ohne Mund-Nasen-Schutz künftig den Zutritt verweigern. Jendricke: "Ich hoffe, dass es uns damit perspektivisch gelingt, wieder mehr Läden in Zukunft öffnen zu können, wenn wir uns alle mit diesen einfachen Mitteln schützen." Die Regelung gilt vorerst bis 19. April.

Eine solche Maßnahme landesweit durchzusetzen, dafür sieht die Regierung bisher keine Notwendigkeit. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte am Mittwoch erklärt, dass über einen solchen Schritt die Ministerpräsidenten bei einer Telefonschalte gesprochen hätten. Sie seien zu dem Ergebnis gekommen, dass man eine solche Pflicht nicht anordnen wolle.

Zu Wochenbeginn war Jena mit einer solchen Ankündigung vorgeprescht - als erste deutsche Großstadt. Dort wird das Bedecken von Mund und Nase von Montag (6. April) an im öffentlichen Personennahverkehr, Supermärkten sowie Diensträumen von Handwerkern und Dienstleistern Pflicht, am darauffolgenden Freitag (10. April) wird das dann auf weitere öffentliche Räume inklusive Arbeitsstätten mit mehr als einer Person ausgeweitet.

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