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Thüringen Dehoga: Lockdown-Verlängerung trifft Gastgewerbe hart

Das Schild der Dehoga. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Erfurt (dpa/th) - Die Verlängerung des Teil-Lockdowns bis in den Januar hinein trifft das Gastgewerbe in Thüringen nach Darstellung des Branchenverbandes Dehoga hart. "Die Lage ist total dramatisch", sagte Dirk Ellinger, Hauptgeschäftsführer des Thüringer Landesverbandes des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) am Donnerstag in Erfurt. Gerade das Weihnachtsgeschäft mache für manche Betriebe in der Regel bis zu 20 Prozent des Jahresumsatzes aus. Viele Unternehmen hätten keine Rücklagen mehr, um ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen.

Schon die im Frühjahr verordneten Schließungen von Gaststätten und Hotels hätten die Branche in Thüringen rund 400 Millionen Euro Umsatz gekostet. Nun kämen sicher noch einmal 250 bis 350 Millionen Euro an fehlenden Umsätzen hinzu. Die Branche in Thüringen sei geprägt von kleineren Familienbetrieben, die rund 87 Prozent der rund 4900 Unternehmen ausmachten. Die von der Politik zugesagte sogenannte Novemberhilfe, mit der 75 Prozent des Novemberumsatzes des Vorjahres erstattet werden solle, komme nicht rechtzeitig bei Betrieben an.

Laut Ellinger haben die Unternehmen des Gastgewerbes laufende Kosten, die sie nicht einfach vermeiden könnten. Mieten müssten bezahlt werden, Wasserleitungen und Schankanlagen gewartet und Kühlhäuser weiter betrieben werden. Viele hätten im Sommer Hoffnung geschöpft, weil Biergärten geöffnet werden konnten und Menschen Urlaub im eigenen Land gemacht hätten. Jetzt sei die Geduld der Gastronomen aber am Ende.

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