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Thüringen Erfurter Löwen-Geschwister vor erstem Geburtstag

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Freud und Leid in Thüringer Tierparks: Während die Erfurter Junglöwen am Sonntag ein Jahr alt werden, müssen die Zoos in Gera und Gotha Abschied von gestorbenen Raubkatzen nehmen.

Erfurt (dpa/th) - Vor einem Jahr sind im Zoopark Erfurt erstmals Löwen geboren worden - doch ihren ersten Geburtstag müssen Latika und Makuti unter Ausschluss der Öffentlichkeit feiern. Dennoch sollen die Kinder von Löwenmutter Bastet für die Besucher zu sehen sein, wie der Zoopark am Freitag mitteilte. Am Sonntag soll ein neues Video von ihnen veröffentlicht werden. Die Junglöwen waren am 19. April 2019 geboren worden. Frühestens am 27. April sollen sie die Besucher wieder zu Gesicht bekommen. Dann will der wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossene Zoo wieder öffnen, wie er auf seiner Internetseite mitteilte.

Die Landesregierung will am Wochenende eine neue Rechtsverordnung veröffentlichen, mit der einige der strengen Einschränkungen in der Coronavirus-Krise gelockert werden. Dabei geht es auch um die schrittweise Öffnung von Zoos und Museen.

Dem Erfurter Zoopark war mit der Geburt der beiden Jungtiere erstmals in seiner 60-jährigen Geschichte die Zucht von Löwen gelungen. Für die Löwin Latika hatte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) die Patenschaft übernommen. Der Löwe ist Thüringens Wappentier.

Hingegen hat der Waldzoo Gera Abschied von Löwe Amos genommen, einem der Besucherlieblinge des Tierparks. Der 16 Jahre alte Amos habe eingeschläfert werden müssen, teilte der Waldzoo am Freitag mit. Er habe bereits seit Monaten unter starkem Vitalitätsverlust gelitten und trotz Aufbaupräparaten und Lieblingsfutter stetig abgenommen. Aus medizinischer Sicht habe es keine Aussicht auf Besserung gegeben. Amos war gemeinsam mit Partnerin Kibali aus dem Zoopark Erfurt nach Gera gekommen, dort lebte er bis Anfang April.

Auch ein Chinaleopard namens Jao, der an unheilbarem Knochenkrebs litt, ist im Geraer Waldzoo vor wenigen Tagen eingeschläfert worden. Der Tierpark Gotha beklagt wiederum den Verlust seines Tigers Primus. Nach 19 Jahren in Gotha sei er an Nierenversagen gestorben, berichtete der Tierpark am Freitag. Er seit Jahren chronisch krank gewesen. Die tote Raubkatze soll nun präpariert und später im Naturkundemuseum Erfurt ausgestellt werden.

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