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Thüringen Erfurts Oberbürgermeister kritisiert Corona-Verordnung

Andreas Bausewein (SPD) blickt in die Kamera. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Erfurt (dpa/th) - Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) hat die neue Corona-Verordnung des Landes kritisiert. Angesichts der hohen Sieben-Tage-Inzidenz in Thüringen sei es "absurd", dass weiterhin größere Kundgebungen stattfinden dürften, sagte er am Mittwoch. Bausewein appellierte an die Landesregierung, politische Kundgebungen ganz zu verbieten.

"Wir kämpfen in Erfurt seit Monaten wie die Löwen, um Infektionen zu vermeiden, und haben mit unserer harten Linie auch Erfolg. Und nun kommen hunderte Menschen zum Teil aus Gebieten mit viel höheren Inzidenzen, um in Erfurt gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren", monierte Bausewein. In der Vergangenheit hatte es immer wieder solche Kundgebungen in Thüringens Hauptstadt gegeben.

Die neue Corona-Verordnung gilt seit Dienstag. Sie erlaubt unter anderem Versammlungen und Demonstrationen mit maximal 500 Teilnehmern, solange die Sieben-Tage-Inzidenz unter 200 liegt. Landesweit betrug der Wert am Mittwoch rund 184 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen - und war damit bundesweit am höchsten.

Auch andere Punkte in der neuen Verordnung lösten in Thüringens Landeshauptstadt Kritik aus - unter anderem die Regelung zum Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit oder die Absonderungspflicht bei einem positiven Corona-Schnelltestergebnis.

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