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Thüringen Erneut viele Straftaten im Flüchtlingsheim in Suhl

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Erfurt (dpa/th) - In der Thüringer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Suhl ist es im Sommer zu zahlreichen Straftaten gekommen. Dort seien alleine im Juni 46 Straftaten von der Polizei registriert worden, berichteten Vertreter des Thüringer Innenministeriums nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Erfurt bei einer Sitzung des Innenausschusses. Derzeit wird den Angaben nach das Gewaltschutzkonzept in der Einrichtung noch einmal überprüft.

Auf dem Gelände sei von Montag bis Freitag ein Polizist im Einsatz. Dieser agiere als Ansprechpartner sowohl für die Bewohner des Heims, aber auch den Sozial- und Sicherheitsdienst in der Einrichtung, hieß es vom Innenministerium während der Ausschusssitzung.

Thüringens Migrationsminister Dirk Adams (Grüne) hatte vor Kurzem gesagt, er rechne damit, dass es in dem Flüchtlingsheim auch in Zukunft weiterhin Konflikt geben werde - auch wenn dort zum Beispiel die Sicherheitseinrichtungen verbessert werden sollten. "Das ist ein Ort, der konfliktgeneigt ist", sagte Adams. Dass es in der Einrichtung so viele Straftaten gebe, liege maßgeblich daran, dass dort so viele Menschen mit ganz unterschiedlichen Biografien und Erfahrungen für eine nur relativ kurze Zeit zusammenkommen.

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