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Thüringen Fachkräftebedarf dämpft Konjunkturfolgen auf Arbeitsmarkt

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(Foto: picture alliance/dpa)

Deutschland rutscht in eine Rezession - so lautet das Herbstgutachten der Wirtschaftsforscher. Noch zeigt sich Thüringens Arbeitsmarkt relativ unbeeindruckt.

Erfurt (dpa/th) - Die Arbeitslosigkeit in Thüringen ist trotz der wirtschaftlichen Probleme durch Inflation und Energiekrise im September leicht gesunken. 60.000 Frauen und Männer waren im Freistaat ohne Job. Das waren 1500 weniger als im Ferienmonat August, wie die Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur am Freitag mitteilte. Wegen des akuten Fachkräftemangels entwickle sich der Arbeitsmarkt besser als die Konjunktur, erklärte der Chef der Regionaldirektion, Markus Behrens. Führende Wirtschaftsforscher sehen Deutschland in eine Rezession schlittern.

Die Arbeitslosenquote in Thüringen verringerte sich von 5,6 Prozent im August auf 5,5 Prozent. Im Ländervergleich lag die Quote geringfügig über der von Niedersachsen und unter der von Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Bremen sowie aller anderen ostdeutschen Bundesländer.

Insgesamt waren allerdings mehr Menschen auf Arbeitssuche als im Vorjahresmonat sowie im September 2019 und damit vor Pandemie und Ukrainekrieg. Die Zahl der Arbeitslosen, die aus der Ukraine stammen, wuchs um 500 auf rund 6100.

Angesichts der Konjunktursorgen würden die Unternehmen vorsichtiger und hätten im September weniger Stellen als zu Herbstbeginn in den Vorjahren gemeldet. "Die angespannte Lage spiegelt sich in den Stellenmeldungen wieder", sagte Behrens. Gemeldet wurden 3100 neue Stellen und damit 1500 weniger als im Vorjahresmonat.

Damit waren bei den Arbeitsagenturen in Thüringen 20.900 Stellenangebote verfügbar. Rund 22 Prozent der neu gemeldeten Stellen kamen aus dem Bereich der Zeitarbeit, 16 Prozent aus der Industrie, 13 Prozent aus dem Kfz-Bereich und 11 Prozent von Unternehmensdienstleistern.

Die Entwicklung der kommenden Monate bleibt laut Behrens mit hohen Unsicherheiten verbunden, insbesondere mit der Energiepreisentwicklung und der Versorgungssicherheit der Unternehmen.

Quelle: dpa

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