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Thüringen Finanzdaten ziehen in Wald: Neues Rechenzentrum eröffnet

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Ilmenau (dpa/th) - Die Daten des Thüringer Finanzministeriums haben ein neues Zuhause im Thüringer Wald: In einem neuen Rechenzentrum der Thüringer Energie AG (TEAG) mit besonders gesicherter Stromversorgung und Wachschutz rund um die Uhr sollen zukünftig alle sensiblen Daten gegen Einbruch und Brandgefahr gelagert werden. Mit der offiziellen Einweihung des Neubaus am Donnerstagabend soll die "Hochsicherheitsanlage" aus dem Testbetrieb in die Vertragslaufzeit gehen. Unter anderem wollen Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und Finanzministerin Heike Taubert (SPD) an der offiziellen Einweihung teilnehmen.

"Wir wissen, dass es funktioniert - es läuft schon", sagte TEAG-Sprecher Martin Schreiber. Nach 14 Monaten Bauphase seien Teile des Zentrums, das ein Gemeinschaftsvorhaben der TEAG und der Drewag Dresden ist, schon seit mehreren Wochen im Testbetrieb. Neben dem Finanzministerium gehörten auch Banken und Versicherungen sowie der Landkreis Schmalkalden-Meiningen zu den neuen Mietern.

Der Freistaat hat sich nach eigenen Angaben zur Überbrückung der notwendigen Sanierung des Landesrechenzentrums in Erfurt in dem Neubau eingemietet. "Unser Landesrechenzentrum in Erfurt kommt wegen steigender Anforderungen an seine technischen Kapazitätsgrenzen", sagte der Finanzstaatssekretär und CIO des Freistaats Thüringen, Hartmut Schubert. "Da eine Modernisierung im laufenden Betrieb wegen des hohen Ausfallrisikos nicht möglich ist, benötigen wir in der Bauphase einen neuen Standort."

"Der Ausbau der Infrastrukturen für digitale Services ist eine der wichtigsten Investitionen der Landesverwaltung der Gegenwart", erklärte Finanzministerin Taubert. Nur so könnten sichere IT-Dienste für Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger im Freistaat gewährleistet werden. Die Kosten für den Neubau sowie die Anmietung der Dienste blieben dabei offen.

Das Objekt im Thüringer Wald soll auch nach der Sanierung des Bestandsgebäudes in Erfurt als sogenannter Redundanzstandort weiterbetrieben werden. Ziel ist laut dem Finanzressort, bis Mitte 2023 sukzessive alle IT-Services aus dem bisherigen Standort in das neue Rechenzentrum zu überführen. Der Freistaat hat dazu autarke Rechnerzellen, also quasi ein separates Rechenzentrum der Landesverwaltung, in dem Rechenzentrum errichtet.

© dpa-infocom, dpa:210916-99-237607/2

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