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Thüringen Förderzentrum in Erfurt nach Corona-Fall geschlossen

Ein Coronavirus unter dem Mikroskop. Foto: Center for Disease Control/epa/dpa/Archivbild

(Foto: Center for Disease Control/epa/dpa/Archivbild)

Erfurt/Apolda/Arnstadt (dpa/th) - Erneut muss in Thüringen eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung wegen eines Corona-Ausbruchs zeitweilig schließen. Am Dienstag traf es ein Förderzentrum mit Internat in Erfurt, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Dort sei eine Mitarbeiterin im freiwilligen sozialen Jahr positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Sie sei je nach Bedarf überall eingesetzt worden. Deshalb habe die komplette Schule plus Internat gesperrt werden müssen, hieß es. Betroffen sind 157 Schüler und 63 Lehrkräfte, die in häusliche Quarantäne geschickt wurden.

Laut Stadtverwaltung gehören die Schüler wegen Behinderungen zum besonders gefährdeten Personenkreis. Sie sollen bei auftretenden Symptomen getestet werden. Schule und Internat bleiben vorerst bis einschließlich 6. Oktober geschlossen.

Auch im Ilm-Kreis waren Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen von einem Corona-Ausbruch betroffen, eine Wohnstätte und eine Werkstatt sind deshalb derzeit zu. In dem aktuell von der Pandemie besonders betroffenen Kreis zeichnete sich am Dienstag eine leichte Entspannung ab. Die auf sieben Tage bezogene Infektionsquote sank auf 27,6 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner, wie aus einer Übersicht des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Am Montag waren es 33 gewesen.

Für den zweiten Corona-Schwerpunkt, das Weimarer Land, gab das RKI die Sieben-Tages-Quote am Dienstag mit 25,6 neuen Fällen je 100 000 Einwohner an, sie ist etwas höher als am Montag (24,4). In dem Landkreis gilt derzeit ein Verbot für Volksfeste und eine Begrenzung der Teilnehmerzahlen bei privaten Feiern und Veranstaltungen von Vereinen. Eine wegen eines Corona-Falls zeitweilig geschlossene Schule in Buttelstedt war laut Landratsamt am Dienstag wieder geöffnet.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bewegt sich in Thüringen derweil auf die Marke von 4000 zu. Das RKI zählte am Dienstag 3958 Fälle seit Pandemiebeginn. Innerhalb von 24 Stunden kamen 20 Neuinfektionen hinzu. In den offiziellen Todeszahlen von 189 an oder mit der Infektion Gestorbenen ist ein Todesfall aus dem Weimarer Land, wo am Wochenende ein infizierter Pflegeheimbewohner gestorben war, noch nicht enthalten.

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