Regionalnachrichten

Thüringen Forscher: Mehr Sozialkontakte Älterer durch moderne Technik

Die Hände einer alten Frau auf einem Gehstock. Foto: Jana Bauch/dpa/Symbolbild

(Foto: Jana Bauch/dpa/Symbolbild)

Ilmenau (dpa/th) - Mit dem Einsatz moderner Technik wollen Forscher der Technischen Universität Ilmenau die Möglichkeiten für soziale Kontakte älterer Menschen stärken. Sie sollen in die Lage versetzt werden, mit ortsfernen Personen in ihrer häuslichen Umgebung in Kontakt zu treten, teilte die Hochschule am Montag mit. Ein entsprechendes Projekt werde von der Carl-Zeiss-Stiftung mit bis zu 4,5 Millionen Euro über die nächsten fünf Jahre gefördert.

Es gehe darum, dass Verwandte oder Freunde, aber auch medizinisches oder Pflegepersonal mit neuartigen technischen Methoden so in die Umgebung "projiziert" werden könnten, als seien sie selbst vor Ort. Basis des Projekts seien sogenannte Augmented-Reality-Technologien. Diese nutzen technische Geräte, um Informationen zu versenden, die sich in die Realität einbinden lassen. Die auf diesem Weg "zugeschalteten" Personen sollen den älteren Menschen als realitätsnahe Darstellungen wesentlich präsenter erscheinen, als dies bei bisher üblichen Telefonaten oder Videogesprächen der Fall sei.

So könnten sie sich ihren Gesprächspartnerinnen beispielsweise zuwenden, wenn diese entsprechend räumlich dargestellt werden. Die sogenannte Co-Präsenz solle dabei nicht als Ersatz für zwischenmenschlichen Kontakt dienen, sondern bestehende Bindungen zu vertrauten Menschen über Distanzen hinweg fördern und verbessern, hieß es.

Newsticker