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Thüringen Gartenbau von Einreiseverbot für Erntehelfer überrascht

Ein Erntehelfer trägt frisch gestochenen Spargel. Foto: Andreas Arnold/dpa/Symbolbild

(Foto: Andreas Arnold/dpa/Symbolbild)

Erfurt (dpa/th) - Thüringens Gartenbaubetriebe fürchten um die diesjährige Ernte und ihren Bestand, weil Saisonarbeiter fehlen. Die Betriebe mit Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenanbau seien vom durch die Bundesregierung erlassenen Einreiseverbot für Erntehelfer unter anderem aus Osteuropa völlig überrascht worden, erklärte der Thüringer Gartenbauverband am Donnerstag in Erfurt. Jetzt, wo die Saison beginne und die Spargel- und Erdbeerernte absehbar sei, würden Erntehelfer dringend gebraucht. Schließlich gehe es um die Versorgung der Thüringer mit Gartenbauerzeugnissen auch in der Coronakrise.

Bisher seien im Thüringer Gartenbau und der Verarbeitungsindustrie vor allem polnische und rumänische Saisonarbeitskräfte im Einsatz gewesen. Der Landesverband Gartenbau verlangte, osteuropäische Saisonkräfte nach Deutschland einreisen zu lassen. Vom Berufsstand seien Leitlinien zur Infektionsvermeidung in Sammelunterkünften und bei der Arbeit erarbeitet worden.

Thüringens Agrarminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) hatte auch gegen die Entscheidung der Bundesregierung vom Mittwoch protestiert. Das Einreiseverbot trifft nach Ministeriumsangaben unter anderem Saisonkräfte aus Großbritannien, Bulgarien, Rumänien, Polen und Österreich.

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