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Thüringen Gericht untersagt Ladenöffnung am Wochenende in Gera

Blick auf das Geraer Rathaus. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild

(Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild)

Gera/Weimar (dpa/th) - Das Thüringer Oberverwaltungsgericht hat die für dieses Wochenende geplante Öffnung von Geschäften in Geras Zentrum gekippt. Damit folgten die Richter einem Antrag der Gewerkschaft Verdi, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Wegen des Schutzes der Arbeitsruhe an Sonn- und Feiertagen bedürfe es eines besonderen Sachgrundes, die Öffnung von Läden an solchen Tagen zuzulassen, hieß es zur Begründung.

Die Stadt habe keine Prognose über die erwarteten Besucherströme vorgelegt. Zwar sei es nachvollziehbar, wenn sie den Händlern Gelegenheit bieten wolle, Umsatzeinbußen durch die Corona-Pandemie zu lindern. Dafür gebe es aber keine gesetzliche Grundlage. "Der verfassungsrechtlich gewährleistete Sonn- und Feiertagsschutz genieße auch in dieser Situation Vorrang", erklärte das Gericht.

Coronabedingt fällt das traditionelle Geraer Höhlerfest dieses Jahr aus. Stattdessen ist eine "Höhlermeile" in kleinerem Umfang vom 2. bis 4. Oktober geplant unter anderem mit Mittelaltermarkt, Livemusik und der Besichtigung der historischen Höhler. Auch sollten die Geschäfte am Feiertag (3. Oktober) und Sonntag jeweils von 13.00 bis 18.00 Uhr öffnen. Auf den traditionellen Umzug wird verzichtet.

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