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Thüringen Großbrand: "Verkettung unglücklicher Umstände"

An der Tür von einem Streifenwagen steht der Schriftzug

(Foto: David Inderlied/dpa/Illustration)

Bothenheilingen (dpa/th) - Eine "Verkettung unglücklicher Umstände" war nach Angaben der Polizei Ursache für den Großbrand in Bothenheiligen im Unstrut-Hainich-Kreis. Das hätten die Brandursachenermittler in Zusammenarbeit mit Sachverständigen festgestellt, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Bei dem Großbrand verloren 15 Menschen ihr Zuhause. Der verursachte Schaden wurde auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

Den Experten zufolge spielte sich das Unglück so ab: Zunächst geriet der Schornstein einer Tischlerei in einem Vierseitenhof im Ortskern in Brand. Durch die Hitze habe sich ein Überdruck entwickelt. Als ein Beschäftigter der Tischlerei die Klappe eines Ofens geöffnet habe, sei es zu einer Verpuffung in einer Absaugeinrichtung gekommen. Diese Explosion habe dann ganz schnell zu dem Feuer geführt.

Wie zuvor schon vermutet, habe der Brand dann auf ein benachbartes Grundstück übergegriffen. Eine Scheune und ein Mehrfamilienhaus seien wegen der starken Hitze und des Funkenfluges ebenfalls in Flammen aufgegangen. Begünstigt wurde das Geschehen dadurch, dass eine auf dem Grundstück gelagerte Gasflasche explodierte. Ein zweite Gasflasche konnte noch geborgen und gekühlt werden, bevor sie abtransportiert werden konnte.

Bei dem Feuer in der 450-Seelen-Gemeinde war am Montag vergangener Woche der Vierseitenhof bis auf die Grundmauern abgebrannt. Neben der Tischlerei gab es in dem Gebäudeensemble ein Wohnhaus, einen Tanzsaal und mehrere Mietwohnungen.

Quelle: dpa

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