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Thüringen Holter verwirft Pläne zur Verlängerung des Schulhalbjahres

Helmut Holter (Die Linke) spricht. Foto: Martin Schutt/zb/dpa/Archivbild

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Erfurt (dpa/th) - Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) hat Pläne verworfen, das Schulhalbjahr für die elften Klassen an Gymnasien zu verlängern. "Die Schulen haben nach dem Wiederanlaufen des Präsenzunterrichts sehr klar eingeschätzt, dass der Stoff unterrichtet und auch die Leistungspunkte der 11. Klasse bis zum Schuljahresende gut, wenn auch unter Hochdruck, erreicht werden können", erklärte Holter am Mittwoch in Erfurt. Bei einer Umfrage der Schulämter hätten rund drei Viertel der Schulen eine Ausdehnung des Halbjahres abgelehnt. "Das ist ein klares Signal für mich, diesen Plan nicht weiter zu verfolgen", erklärte Holter.

Für die Verlängerung wäre eine Änderung des Schulgesetzes nötig gewesen. Die Koalition von Linke, SPD und Grüne hat im Parlament keine Mehrheit und wäre auf Stimmen der CDU angewiesen. Die Christdemokraten hatten aber die umstrittene Novellierung des Schulgesetzes in der vergangenen Legislatur heftig kritisiert.

Wegen der Corona-Pandemie waren Schulen und Kindergärten wochenlang geschlossen. Obwohl inzwischen wieder Kinder betreut und Schüler in den Schulen selbst unterrichtet werden, gibt es noch keinen Regelbetrieb in den Einrichtungen.

Nach Angaben der Thüringer Staatskanzlei gehen die 644 Kindergärten ab 2. Juni in einen eingeschränkten Regelbetrieb über. 254 Einrichtungen hätten demnach in der laufenden Woche umgestellt, 47 nutzten die Möglichkeit, einen eingeschränkten Regelbetrieb bereits ab dem 18. Mai anzubieten. 47 Kindergärten werden erst in den nächsten zwei Wochen wieder öffnen. Für 323 Einrichtungen lagen dem Ministerium keine Angaben vor, hieß es. Man prüfe derzeit, ob die Betreuung in den Kindergärten weiter ausgebaut werden könne.

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