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Thüringen Hupkonzert für Abiturienten: Zeugnisübergabe im Autokino

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Apolda (dpa/th) - Die Coronapandemie hat den Abiturienten des Gymnasiums Apolda (Kreis Weimarer Land) einen ungewöhnlichen Ort für die Übergabe ihrer Abschlusszeugnisse beschert: In einem Autokino erhielten die Zwölftklässler am Samstag ihre Abiturzeugnisse. Während Thüringens Bildungsstaatssekretärin Julia Heesen und Schuldirektorin Birgit Rosner den 46 festlich gekleideten Schulabgängern ihre Zeugnisse überreichten, saßen ihre Eltern vor der Bühne des Autokinos auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände in ihren Autos und beobachteten das Zeremoniell. Mit Hupkonzerten begleiteten sie die Zeugnisübergabe und die Festreden. Für die Veranstaltung galten strenge Hygieneauflagen. Die Autos durften nicht verlassen werden, die Gästezahl war begrenzt.

Dass die Schüler trotz der Erschwernisse wegen der Pandemie ihr Abitur gemeistert hätten, sei ein "kleiner Sieg über das Coronavirus", sagte Heesen. "Sie hatten schwierigere Bedingungen als frühere Jahrgänge." Die Thüringer Schulen waren zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus seit Mitte März wochenlang geschlossen, die Abiturienten bereiteten sich in dieser Zeit zu Hause auf ihre Prüfungen vor, die zudem verschoben wurden. Auch die Pläne für die Zeugnisübergaben in größerem Rahmen und die traditionellen Abibälle warf die Pandemie über den Haufen. In Apolda etwa hatten die Gymnasiasten ihre Abiturzeugnisse in einer Feier in der Apoldaer Stadthalle mit mehreren hundert Gästen erhalten sollen, was nicht möglich war.

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