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Thüringen IHK-Umfrage: Energie- und Rohstoffpreise bedrohen Aufschwung

Cornelia Haase-Lerch, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Erfurt (IHK). Foto: Marc Tirl/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Erfurt (dpa/th) - Zwei von drei Unternehmen in Thüringen sehen in rasant steigenden Energie- und Rohstoffpreisen eine Bedrohung des Wirtschaftswachstums. "Das Risiko hoher Energie- und Rohstoffpreise wird damit so hoch eingeschätzt, wie in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr", sagte IHK-Hauptgeschäftsführerin Cornelia Haase-Lerch am Mittwoch. Inzwischen habe dieser Aspekt auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie als Risikofaktor Nummer Eins für die Konjunkturentwicklung abgelöst. Rund 800 Unternehmen in Nord-, Mittel- und Westthüringen sehen die Preise laut einer aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt ganz oben auf der Liste der Risiken für die Konjunktur.

Unbegründet sei die Sorge auch beim Blick auf die Energiekosten nicht, so Haase-Lerch. Deutschland habe im europäischen Vergleich besonders hohe Strompreise. "Gerade in der aktuellen Situation ist es wichtig, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nicht durch hohe Energiepreise einzuschränken. Die konjunkturellen Erholungstendenzen könnten dadurch schnell wieder gebremst werden", warnte die IHK-Hauptgeschäftsführerin.

Der Umgang mit der Rohstoffknappheit für Industrie und Bauwirtschaft bleibt in Bund und Ländern umstritten. Der Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) plädierte zuletzt für zeitweilige Exportbeschränkungen als letztes Mittel, um das Problem in den Griff zu bekommen und Engpässe bei Unternehmen zu beheben.

© dpa-infocom, dpa:210512-99-575917/2

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